Spotpreis / Spotmarktpreis
Der Spotmarktpreis (häufig einfach „Spotpreis“) ist der Börsenpreis für Strom, der in der Day-Ahead-Auktion der EPEX SPOT entsteht. Er wird an dem Punkt ermittelt, an dem sich angebotene und nachgefragte Strommenge schneiden. Bis zum 30. September 2025 wurden im Day-Ahead-Markt 24 Stundenprodukte gehandelt; seit dem 1. Oktober 2025 erfolgt die Preisbildung in 96 Viertelstundenprodukten pro […]
Monatsmarktwert (MMW)
Der Monatsmarktwert ist der durchschnittliche, profilgewichtete Börsenerlös je erzeugter Kilowattstunde aus einer erneuerbaren Technologie (z. B. Wind Onshore, Wind Offshore, Solar) für einen Kalendermonat. Er wird von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) monatlich berechnet und bis zum 10. Werktag des Folgemonats veröffentlicht. Ausführliche Erklärung Was misst der Monatsmarktwert? Der MMW gibt an, welchen durchschnittlichen Spotmarkterlös […]
Arbitragehandel im Strommarkt
Arbitragehandel im Strommarkt bezeichnet die systematische Nutzung von Preisunterschieden identischer oder verlustarm konvertierbarer Stromprodukte über verschiedene Marktplätze, Zeitintervalle oder Gebotszonen. Ziel ist es, durch den Kauf dort, wo der Strompreis niedriger ist, und den gleichzeitigen Verkauf dort, wo er höher ist, einen sicheren Gewinn (Spread) zu erzielen. Nach Abzug aller Kosten, wie Transaktionsgebühren, Bilanzierungs- und […]
Negative Strompreise
Negative Strompreise entstehen, wenn der markträumende Großhandelspreis unter null fällt: Erzeuger bzw. Verkäufer zahlen dafür, dass ihnen Abnahme zugesichert wird. Ursache ist ein zeitweiliger Überschuss an angebotener Leistung gegenüber der Nachfrage bei begrenzter Flexibilität im System. Im europäischen Stromhandel (z. B. Day-Ahead- oder Intraday-Markt) wird für jedes Zeitintervall ein Einheitspreis ermittelt. Fällt das kumulierte Angebotsgebot—getrieben […]
Merit Order
Die Merit-Order ordnet Kraftwerke für den Einsatz nach ihren Grenzkosten (Kosten der jeweils letzten erzeugten kWh). Zuerst laufen Anlagen mit den niedrigsten Grenzkosten; der Preis am Markt wird durch das zuletzt noch benötigte – und damit teuerste – Kraftwerk bestimmt. Zur Deckung der stündlichen Nachfrage werden Angebote nach steigenden Grenzkosten sortiert (z. B. Wind/PV ≈ […]
Intraday-Handel
Intraday-Handel ist der kurzfristige Stromhandel zwischen der Day-Ahead-Auktion und dem Lieferbeginn. Er dient dazu, Abweichungen zwischen Prognosen und tatsächlicher Erzeugung/Last bis kurz vor Lieferung (je nach Markt: bis wenige Minuten vorher) auszubalancieren. Im Intraday-Markt kaufen oder verkaufen Marktteilnehmer (z. B. Versorger, Direktvermarkter, große Verbraucher) kurzfristig Strom, wenn sich Wetter, Anlagenverfügbarkeit oder Nachfrage ändern. Gehandelt wird […]
Day-Ahead-Handel
Im Day-Ahead-Markt wird Strom für jede Stunde des folgenden Kalendertags am Vortag versteigert. Der gebildete Preis dient als zentrale Referenz für Planung und Beschaffung in Europa; er kann je nach Angebot und Nachfrage auch negativ sein. Der Day-Ahead-Handel läuft überwiegend als Auktion: Marktteilnehmer geben für jede Stunde des nächsten Tages Kauf- und Verkaufsgebote ab; aus […]