Wissen

QUADRA Wissen

A

Anzulegender Wert (AW)

Der „anzulegende Wert“ (AW) ist ein rechnerischer Vergütungswert in Cent pro Kilowattstunde aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Er dient nicht als...

Arbitragehandel im Strommarkt

Arbitragehandel im Strommarkt bezeichnet die systematische Nutzung von Preisunterschieden identischer oder verlustarm konvertierbarer Stromprodukte über verschiedene Marktplätze, Zeitintervalle oder Gebotszonen....

Ausgleichsenergie

Ausgleichsenergie ist die Strommenge, die Netzbetreiber kurzfristig einsetzen, um Abweichungen zwischen der geplanten und der tatsächlichen Einspeisung beziehungsweise Entnahme im...

C

Cloud-Architektur für die Energiewirtschaft

Energieunternehmen verarbeiten sehr viele, teils zeitkritische Daten: Messwerte im Sekundentakt, Prognosen, Fahrpläne, Handel, Netzvorgaben und Abrechnung. Eine Cloud-Architektur stellt dafür...

D

Datengetriebene Energieoptimierung

Datengetriebene Energieoptimierung bedeutet, Entscheidungen im Energiesystem systematisch auf Mess- und Kontextdaten zu stützen: Prognosen ersetzen Bauchgefühl, Optimierungsverfahren wählen die beste...

Day-Ahead-Handel

Im Day-Ahead-Markt wird Strom für jede Stunde des folgenden Kalendertags am Vortag versteigert. Der gebildete Preis dient als zentrale Referenz...

Direktvermarktung

Bei der Direktvermarktung wird Strom aus einer Anlage nicht zum festen Vergütungssatz eingespeist, sondern aktiv am Markt verkauft – meist...

F

Fernsteuerbarkeit

Fernsteuerbare Anlagen lassen sich über eine Leitstelle (SCADA) oder eine Plattform sicher ansprechen. Die Steuerung erfolgt per Befehlen oder kontinuierlichen...

H

Herkunftsnachweise (HKN)

Herkunftsnachweise sind elektronische Zertifikate, die belegen, dass eine bestimmte Strommenge (typisch 1 MWh) in einem bestimmten Zeitraum aus erneuerbaren Quellen...

I

Intraday-Handel

Intraday-Handel ist der kurzfristige Stromhandel zwischen der Day-Ahead-Auktion und dem Lieferbeginn. Er dient dazu, Abweichungen zwischen Prognosen und tatsächlicher Erzeugung/Last...

M

Managementprämie

Die Managementprämie war ein zeitlich befristeter Zuschlag für Betreiber erneuerbarer Anlagen, die ihren Strom direkt am Markt verkauften (Direktvermarktung). Sie...

Marktlokation & Messlokation

Kurzdefinition Messlokation: Technischer Messpunkt, an dem elektrische Energie gemessen wird (z. B. Stromzähler). Sie wird über eine Messlokations-ID bzw. Zählpunktbezeichnung...

Marktprämie & Marktprämienmodell

Im Marktprämienmodell erwirtschaftet die Anlage Erlöse durch den Verkauf des erzeugten Stroms an der Börse oder über einen Händler. Zusätzlich...

Merit Order

Die Merit-Order ordnet Kraftwerke für den Einsatz nach ihren Grenzkosten (Kosten der jeweils letzten erzeugten kWh). Zuerst laufen Anlagen mit...

Monatsmarktwert (MMW)

Der Monatsmarktwert ist der durchschnittliche, profilgewichtete Börsenerlös je erzeugter Kilowattstunde aus einer erneuerbaren Technologie (z. B. Wind Onshore, Wind Offshore,...

N

Negative Strompreise

Negative Strompreise entstehen, wenn der markträumende Großhandelspreis unter null fällt: Erzeuger bzw. Verkäufer zahlen dafür, dass ihnen Abnahme zugesichert wird....

Netzentgelte bei Stromentnahme

Netzentgelte bezahlt der Anschlussnutzer an den Netzbetreiber für Transport, Verteilung und Bereitstellung von elektrischer Energie. Die Entgelte unterscheiden sich je...

Netztransparenz

Netztransparenz bezeichnet die zentrale, gesetzlich vorgeschriebene Online-Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), auf der umfassende energiewirtschaftliche Daten zu Strom- und Gasnetzen...

P

Power Purchase Agreement (PPA)

Ein PPA ist ein langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Stromerzeuger (oft eine Wind- oder Solaranlage) und einem Abnehmer (Unternehmen, Versorger). Er...

Power to X

Power-to-X (PtX) bezeichnet Verfahren, mit denen elektrischer Strom—idealerweise aus erneuerbaren Quellen—in andere Energieträger oder chemische Produkte umgewandelt wird. Ziel ist...